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IfM: 186.000 Familienunternehmen werden im Zeitraum von 2026 bis 2030 die Nachfolge regeln

Im Mai diesen Jahres ist die 2. Auflage des Standardwerkes „Unternehmensnachfolge“ von Götz Wiese erschienen, das sich mit allen Fragen der Unternehmensnachfolge in den relevanten Rechtsgebieten Zivilrecht und Steuerrecht, hier insbesondere Erbschaft-, Einkommen-, Grunderwerb-, Umsatz- und Gewerbesteuer, befasst. Die Bedeutung des Werkes erschließt sich aus der Überschrift dieses Beitrages, demzufolge entsprechend einer aktuellen Studie des Instituts für Mittelstandforschung im 5-Jahres-Zeitraum bis 2030 mit 186.000 Nachfolgeregelungen in Familienunternehmen zu rechnen ist (vgl. hier). Und in Anbetracht dieser Zahl ergibt sich zugleich die Wichtigkeit der vom Mitautor Werner Born

ausführlich und umfassend in Kapitel 17 dargestellten Thematik der „Mediation für Familienunternehmen“.

Seine Ausführungen sind dieser Tage als Sonderdruck erschienen, der bedauerlicherweise wiederum nicht über den Buchhandel bezogen werden kann. Denn es ist davon auszugehen, dass sich Mediatorinnen und Mediatoren, denen Born`s Ausführungen nur wärmstens empfohlen werden können, das Gesamtwerk zum Preis von 179.- Euro nicht werden leisten wollen oder können.

Das ist schade, behandelt doch der Autor, wie schon in der Vorauflage (siehe hier), kenntnisreich und gut nachvollziehbar die einschlägigen Konfliktfelder, die im Kontext eines Familienunternehmens auftreten können:

So stellt er beispielsweise in seinem Teil D. Ablauf und Umsetzung einer Mediation und in Teil E. die analoge Anwendung der Mediation zur Erarbeitung einer Familienverfassung dar. Gerade Mediatorinnen und Mediatoren, die auf dem Gebiet der Familienunternehmen noch neu unterwegs sind, können hieraus jeweils wertvolle Erkenntnisse gewinnen, die sie in ihren eigenen Fällen nutzbringend umsetzen können.

Doch nicht nur Mediatoren und Mediatorinnen können von Born`s Ausführungen profitieren, sondern auch Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte. Denn das mediative Konzept entwickelt sich, worauf der Autor zutreffend hinweist, stetig weiter und findet sich wieder in der Rechtsberatung (mediationsanaloge Nachfolgeberatung), der Cooperativen Praxis (vgl. hier) und dem mediativen Schiedsgericht. Daher sollten Anwälte ihr Selbstverständnis verändern und ihre eigene Handlungsvarietät erhöhen, indem sie zusätzlich anbieten, auch als Anwaltsmediatoren oder CP-Anwälte bei der Konfliktprävention und mediativen Konfliktbearbeitung aktiv tätig zu sein.

Und sollte diese Buchbesprechung den einen oder anderen Anwalt dazu animiert haben, sich mit der Frage einer Mediationsausbildung näher zu befassen:

adriboACADEMY startet eine neue Mediationsausbildung am 29. Oktober 2026 in Frankfurt am Main

Einzelheiten zu Terminen, Ort und Kosten finden Sie auf der adriboACADEMY Homepage hier.

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