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Fortbildungen

Unsere Fortbildungen richten sich in erster Linie an Mediatoren und Mediatorinnen, können aber auch von sonstigen Interessenten genutzt und gebucht werden. Das Fortbildungsspektrum reicht von Auffrischungs- und Vertiefungskursen bis hin zu unterschiedlichen, die Mediationsausbildung ergänzenden Seminaren. Vom zeitlichen Umfang werden sie variabel angeboten und entsprechen inhaltlich den Vorgaben der ZMediatAusbV. Auf dieser Seite finden Sie einen Überblick über die verschiedenen Fortbildungsbereiche.

 

Die aktuell von uns angebotenen Fortbildungen sehen sie unter Programm/Termine.

Einzelgespräche und Konflikt-Coaching-Tools

Einzelgespräche sind als Methode heute allgemein anerkannt. Sie können ein wichtiger Schritt sein um festgefahrene und/oder schwierige Mediationen wieder in Bewegung zu bringen. Nach wie vor ist jedoch vielen Mediatoren und Mediatorinnen nicht klar, wie sie Einzelgespräche führen sollen und welche Werkzeuge sie sinnvollerweise einsetzen können.

 

In dem Seminar lernen Sie wie sich das „Fenster des Verstehens“ zwischen den Parteien durch eine Anleihe bei Konflikt-Coaching-Tools öffnen lässt. Dabei ist zu beachten, dass diese Tools intrapsychisch ausgerichtet sind und dementsprechende Wirkungen auslösen können, die es im Einzelgespräch zu beherrschen gilt. Mentale und emotionale Präsenz bei der Anwendung von Konflikt-Coaching-Tools sind daher unabdingbar.

 

Hierauf stellt das Seminar ab: Es zeigt Ihnen die Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Mediation und Coaching und bietet Live-Demos sowie praktische Übungsfälle zum aktiven Kennenlernen der spezifischen Werkzeuge und deren fallbezogenen Anwendung.

 

Aktuell bieten wir eine Fortbildungen zu diesem Thema an. Hier finden sie Details.

Dauer

Die Veranstaltung wird als zweitägiges Wochenendseminar angeboten.

Weitergehende Informationen

Fritz / Klenk, „Einzelgespräche – von der Hauptstraße auf die Nebenstraße und zurück“ZKM 2016, 164 ff, 210 ff

Erbmediation

Wer Parteien auf dem Gebiet des Erbschaftsrechts – sei es bei Nachlassregelungen zu Lebzeiten des (zukünftigen) Erblassers oder als Unterstützung bei streitigen Situationen nach Eintritt eines Erbfalls – als Mediator oder Mediatorin erfolgreich unterstützen will bedarf der Feldkompetenz auf diesem Gebiet: Ohne Kenntnis der einschlägigen erbrechtlichen (und steuerrechtlichen) Institute und Fragestellungen droht eine Mediation zu scheitern, weil angestrebte Lösungen sich u. U. in Richtungen entwickeln, die von abschließend eingeschalteten Rechts- und Steuerexperten als nicht durchführbar bewertet werden.

 

Ausgehend hiervon bietet Ihnen unsere Fortbildung einen umfassenden Mix aus Theorie und Praxis: es werden nicht nur die zentralen erbschaftsrechtlichen Regelungen vorgestellt, sondern insbesondere auch auf die sensiblen persönlichen Verhältnisse zwischen Erblasser und Erben sowie auf die zwischen den Erben eingegangen. Ferner wird auch das weitere Umfeld nicht unmittelbar Beteiligter mit in den Blick genommen. Praktische Übungen und Rollenspiele runden die Fortbildungsveranstaltung ab.

 

Unser Angebot richtet sich in erster Linie an Mediatoren und Mediatorinnen, die ihr Portfolio um diesen Bereich erweitern bzw. in diesem verstärkt arbeiten wollen.

Dauer

Diese Fortbildungsveranstaltung wird als Halbtages- und Abendveranstaltung angeboten.

Weitergehende Informationen

Fritz / Pielsticker, „Mediationsgesetz – Kommentar, Handbuch, Mustertexte“, 1. Aufl., S. 725 ff (2. Aufl., 2019, in Vorbereitung)

Familienmediation

Mediationen im familiären Bereich umfassen Konflikte in ehelichen, nichtehelichen und nachehelichen Beziehungen. Sie weisen eine Vielzahl von Besonderheiten auf, die in unseren Fortbildungsangeboten mit unterschiedlichen Schwerpunkten vermittelt werden. Das beginnt mit den (rechtlichen) Rahmenbedingungen von Trennung und Scheidung, umfasst die besonderen psychodynamischen Konfliktaspekte wie auch die verschiedenen Verlaufsphasen und nimmt die sichtbaren und unsichtbaren Dritten (Kinder, neue Partner, (Schwieger-)Eltern etc.) in den Blick, die den Konflikt mit beeinflussen und nicht selten verstärken.

 

Wenn Sie als Mediator oder Mediatorin in diesem Bereich die Konfliktbeteiligten erfolgreich durch ein Mediationsverfahren führen wollen, dann müssen Sie über spezifische Kenntnisse und Fertigkeiten verfügen, die in unseren Fortbildungen vermittelt und in praxisrelevanten Übungen und Rollenspielen vertieft werden.

Dauer

Je nach Thematik werden Tagesseminare oder Abendveranstaltungen angeboten und von Dozenten und Dozentinnen mit Schwerpunkt Familienrecht unterrichtet.

Weitergehende Informationen

Fritz / Pielsticker, Mediationsgesetz – Kommentar, Handbuch, Mustertexte“, 1. Aufl., S. 660 ff, 729 ff (2. Aufl., 2019 in Vorbereitung).

Konfliktmanagement und Organisationsentwicklung

Mediatorinnen und Mediatoren, die in Unternehmen aktiv sind, werden häufig mit der Aufgabe konfrontiert, nicht allein in konkreten Problemen unterstützend tätig zu werden, sondern sich grundlegend der Struktur des Unternehmens oder der Organisation zuzuwenden. Regelmäßig stellt sich dann die Frage der Etablierung eines Konfliktmanagementsystems, ggf. einhergehend mit sonstigen Organisationsentwicklungen. Die sich daraus ergebenden Problemlagen zählen nicht zu den Inhalten einer herkömmlichen Mediationsbildung, zumal sie über die reine Durchführung einer Mediation hinausgehen.

 

In der Fortbildungsveranstaltung lernen Sie, Ihr Bewusstsein für anstehende Veränderungsprozesse zu schärfen und wie man diese – zusammen mit allen Beteiligten – strukturiert und professionell gestaltet. Dabei gilt es insbesondere die Identität des Unternehmens, die Funktionen der einzelnen Akteure und ihre unterschiedliche Betroffenheit in den Blick zu nehmen und alle auf dem vorgesehenen Weg mitzunehmen.

Dauer

Die Veranstaltung wird als Einführung in einer Abendveranstaltung angeboten, zudem als ein- bzw. zweitägiges Seminar.

Weitergehende Informationen

Fritz / Pielsticker, Mediationsgesetz – Kommentar, Handbuch, Mustertexte“, 2. Aufl., 2019 (in Vorbereitung)

Kurzzeitmediation

In allen Bereichen, in denen Mediation nachgefragt wird, besteht ein Bedürfnis nach Lösungen in einem überschaubaren Zeitraum. Als Gründe werden häufig begrenzte finanzielle, zeitliche oder gesundheitliche Ressourcen genannt.

 

Diesem Bedürfnis kann mit dem Konzept der Kurzzeitmediation entsprochen werden, das sich auf die Durchführung einer Mediation in einer einzigen Sitzung konzentriert. Eine systematische und strukturierte Vorbereitung und ein konfliktangemessenes Zeitmanagement zeichnen dieses Verfahren aus. Es verlangt von Mediatoren und Mediatorinnen einen sorgfältigen Umgang mit Methoden und Techniken und ein gutes Zeitgefühl um nicht nur als Verfahrens- sondern auch als Zeitregisseur den Parteien behilflich zu sein.

 

Das Seminar vermittelt Ihnen die theoretischen Grundlagen, insbesondere

  • Bedeutung und Gestaltung der Vorlaufphase
  • Vorbereitung eines konflikt– und parteienangemessenen Zeitmanagements und Settings
  • Verwendung des Faktors Zeit
  • mentale Vorbereitung im Hinblick auf Phasen, Methoden und Techniken

sowie die praktischen Aspekte durch Übungen und Rollenspiele.

 

Aktuell bieten wir eine Fortbildungen zu diesem Thema an. Hier finden Sie Details.

Dauer

Die Fortbildung wird als Nachmittagsveranstaltung wie auch als Tagesseminar angeboten.

Weitergehende Informationen

Fritz / Pielsticker, Mediationsgesetz – Kommentar, Handbuch, Mustertexte“, 1. Aufl., S. 690 ff (2. Aufl., 2019, in Vorbereitung)

Umgang mit hochstrittigen Konfliktbeteiligten

„Separat the people from the problem“ bzw. „Trennung von Person und Sache“ lautet die erste These des Harvard-Prinzips. Diese Trennung besagt jedoch nicht, dass Emotionen im Mediationsverfahren nicht behandelt werden sollten, zumal Mediatoren und Mediatorinnen sich diesen bei hochstrittigen Konfliktbeteiligten nicht wirklich entziehen können.

 

In der Fortbildungsveranstaltung lernen Sie bereits die ersten Anzeichen von Hochstrittigkeit zu identifizieren, zu überprüfen, ob der Konflikt mediierbar ist und ob Sie über das nötige Rüstzeug verfügen, um ein gutes Vertrauensverhältnis zu den Parteien herzustellen. Sie erfahren zudem wie das Verfahren zu gestalten ist, um in kleinen Schritten die Beteiligten zu ermutigen und zu befähigen, erste Lösungen miteinander auszuhandeln.

 

Praktische Übungen und Rollenspiele haben in diesem Kontext eine besondere Bedeutung.

Dauer

Die Fortbildung wird als Abendveranstaltung angeboten.

Weitergehende Informationen

Fritz / Pielsticker, Mediationsgesetz – Kommentar, Handbuch, Mustertexte“, 1. Aufl., S. 653 (2. Aufl., 2019, in Vorbereitung)

Wertearbeit in der Mediation

Werte bilden die Fundamente der Menschen. Sie bestimmen was dem Einzelnen wichtig ist und stellen Entscheidungsfaktoren für sein Handeln dar. Werden Werte bedroht oder gar verletzt, so entstehen negative Emotionen. Im Streit können Menschen ihr Wertesystem aus dem Blick verlieren.

 

Die aus dem Coaching abgeleitete Wertearbeit kann äußerst effektiv eingesetzt werden, wenn Medianden in hochkonflikthaften Situationen den Blick dafür verloren haben, was für sie in besonderem Maße von Bedeutung ist. Die Wertearbeit fokussiert die Medianden wieder auf das, was ihnen wichtig ist und hilft ihnen dabei ihre Blockaden abzubauen. Dadurch gelangen sie wiederum in einen Status, in dem sie selbstständig Lösungen für sich erarbeiten können.

 

Die Fortbildungsveranstaltung ist zweigliedrig aufgebaut: zunächst mit Blick auf Mediatoren und Mediatorinnen, dann mit Blick auf die Medianden.

 

In einem ersten Schritt erfahren Sie zunächst welche Werte für Sie als Mediator bzw. als Mediatorin wichtig sind und wie sich eine Rangfolge dieser Werte bestimmen lässt. Sie lernen, wie sich Werte in eine Balance bringen lassen und welche konkreten Strategien es gibt, um wichtige Werte für die Zukunft weiter zu entwickeln und zu leben.

 

Zudem wird Ihnen vorgestellt und in Übungssequenzen erprobt, wie und in welchen Phasen Sie dies in der Arbeit mit den Medianden umsetzen können.

Aktuell bieten wir eine Fortbildungen zu diesem Thema an. Hier finden Sie Details.

Dauer

Die Fortbildung wird als Abendveranstaltung angeboten.

Weitergehende Informationen

Janssen, Wertereflexion in der Mediation, ZKM 4/2009, S. 107 ff

Wirtschaftsmediation

Konfliktsituationen im Bereich des Wirtschaftslebens sind komplex und betreffen vor allem Störungen zwischen Unternehmen, Geschäftspartnern, Geschäftsleitungen, Mitarbeitern, Teams, Vertretungsgremien etc. Ihre Bearbeitung unterscheidet sich von herkömmlichen Mediationen u. a. durch die Teilnahme von Rechtsanwälten, die Erörterung von Rechtsfragen und die Erstellung von Prozessrisikoanalysen.

 

Auseinandersetzungen in diesem Bereich führen häufig dazu, dass sich die Beteiligten als nicht mehr handlungsfähig erleben, weil physischer und psychischer Stress die gebotene Zusammenarbeit überlagert. Der daraus entstehende wirtschaftliche Schaden kann immens sein.

 

In der Fortbildungsveranstaltung lernen Sie die jeweiligen Konfliktsituationen zu analysieren und die Konfliktbeteiligten dabei zu unterstützen, ihre persönlichen und gemeinsamen Handlungs- und Gestaltungsspielräume zu erweitern. Ihre mediatorischen Fähigkeiten, in schwierigen Situationen überlegt und zielgerichtet zu agieren, können Sie in praktischen Übungen und Rollenspielen trainieren.

Dauer

Die Fortbildung wird als Halbtages- und Abendveranstaltungen angeboten.

Weitergehende Informationen

Fritz / Fritz, Wirtschaftsmediation, 2013Duve / Eidenmüller / Hacke / Fries, Wirtschaftsmediation, 3. Aufl., 2019