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Kurzzeitmediation: Die Mediation im Schnellverfahren!

Der neue Trend: Mediation im Schnellverfahren

Gelegentlich bedarf es einer schnellen Lösung – gleich aus welchen Gründen. Oder aber die Parteien stellen nur ein begrenztes Zeitfenster zur Verfügung. Dann ist die Kurz-Zeit-Mediation das Verfahren der Wahl!

Die Besonderheit der Vorlaufphase

Kurz-Zeit-Mediation ist keine Mediation „light“, sondern eine vollständige, aber hochkonzentrierte und in der Vorlaufphase umfangreich vorbereitete Mediation. Das betrifft sowohl das Setting wie das Verfahren selbst, aber auch die Themen, um die es geht. Einzelgespräche sind daher in der Vorphase die Regel.

Dieser Wissensbereich wird Ihnen angeboten von adribo ACADEMY.

Aus- und Fortbildungen für Mediatoren

Schnelles Verfahren durch fallangemessenes Zeitmanagement

Ausgehend von der von den Parteien zur Verfügung gestellten Zeit und den Informationen, die der Mediator in der Vorlaufphase erhalten hat, entwickelt er einen fallspezifischen Zeitplan. Dabei nimmt er nicht nur die herkömmlichen Prozessstufen in den Blick (Einführung, Themen, Interessen, Optionen, Verhandlung, Vereinbarung), sondern ergänzt diese um zwei zusätzliche Elemente: Es sind dies einmal eine Pause, die regelmäßig nach der Optionenphase einzulegen sich bewährt hat und zum anderen eine sog. Joker-Zeit, also ein Zeitpuffer, der zunächst nicht auf die einzelnen Stufen aufgeteilt wird sondern nach Bedarf eingesetzt werden kann.

Ein dreistündiges Zeitfenster könnte – je nach Konflikt und Parteien – bspw. folgendermaßen aufgeteilt werden: Einführung/Kontrakt (Phase 1) 15 Min., Themen (Phase 2), 20 Min., Interessen (Phase 3) 30 Min., Optionen (Phase 4) 30 Min., Pause 15 Min., Verhandeln (Phase 5) 40 Min., Vereinbaren (Phase 6) 15 Min, Joker-Zeit 15 Min.

Systematische Vorbereitung der Kurz-Zeit-Mediation

Die Durchführung einer Kurz-Zeit-Mediation erfordert im Gegensatz zur herkömmlichen Langzeitmediation eine anspruchsvolle Prozessleitung, die nicht allein das Verfahren in den Blick nimmt, sondern auch die nur begrenzt zur Verfügung stehende Zeit.

Ausgehend von den vorhandenen Sachinformationen hat es sich als nützlich erwiesen, Hypothesen bezogen auf die Parteien, den Verfahrensverlauf und die eigene Person zu bilden und den voraussichtlichen Verfahrensablauf einmal mental durchzuspielen. Dazu gehört auch, wie die einzelnen Stufen erklärt, welche Fragen gestellt, welche Methoden, Techniken und Verkürzungsmöglichkeiten eingesetzt und wie die Stufen abgeschlossen werden sollen.

Umsetzung der Kurz-Zeit-Mediation

Zur Umsetzung der Kurz-Zeit-Mediation zählt, die notwendigen technischen Hilfsmittel einsatzbereit vorzuhalten, die Pause nach Möglichkeit im Anschluss an die Optionenphase durchzuführen und die Joker-Zeit nicht bereits in Phase1 und Phase 2 einzusetzen.

Eine Kurzzeitmediation beschleunigt das Verfahren signifikant.
Ist nur wenig Zeit verfügbar, kann eine Kurzzeitmediation angewendet werden.